Druckerei-Tipp: Spezialprodukte in der Druckerei!

Wer mit seinen Druckprodukten und seinem Dienstleistungsangebot rund um den Druck mit Preislisten im Internet vergleichbar ist, hat meistens schon verloren! Mit Standardprodukten verdienen nur ganz wenige Druckereien Geld. Wer nur vergleichbare Druckerzeugnisse in seinem Portfolio hat, wird höchstwahrscheinlich auch keine langfristige Überlebenschance haben. Die Preisbasis für Standardprodukte aus der Druckerei wird durch die Internetangebote der Online-Druckereien täglich schlechter und wer ordentliche Löhne und Gehälter bezahlen will, kann mit den vergleichbaren Preisen im Internet sicher keine Renditen mehr erwirtschaften. Wie kommt man aber als Normaldruckerei aus dieser Misere heraus? Die Problemlösung umfasst zwei wesentliche Bereiche. Einmal hat der Vertrieb eine wichtige Rolle zu übernehmen, denn ein umfassendes Service-Angebot und eine vorbildliche, engagierte Kundenbetreuung führen dazu, dass viele Kunden nicht bei jedem Druckauftrag einen Rundumschlag zur Preisfindung machen und eine weitere Aufgabe muss das Druckereimarketing übernehmen oder bei kleineren Druckereien, die keine Marketingabteilung haben, ist es eine Aufgabe der Geschäftsführung.

Mit Spezialprodukten in der Druckerei Rendite erwirtschaften!

Je weniger vergleichbar eine Druckereileistung ist, umso besser wird auch der Preis. Es gibt in diesem Zusammenhang mehrere Ansätze, die zu einem besseren Druckpreis führen. Wer sich als Spezialist, als Spezialdruckerei, bei seinen Kunden positioniert, wird in der Preisfindung viele Gelegenheiten haben, um einen kräftigen Aufschlag auf einen Vollkostenpreis zu verlangen – und ihn auch zu bekommen. Welche Gründe gibt es für einen sehr guten Druckpreis:

  1. Bei besonderen Druckereiprodukten sind Druckereikunden oft nicht in der Lage die Anfrage selbst zu formulieren und an den Markt zu geben. Wer keine Anfrage formulieren kann, kann auch keine Gegenangebote einholen!
  2. Wenn es sich nach Auffassung des Kunden um ein sehr schwieriges Druckprodukt handelt, das nicht viele Druckereien anbieten können, fühlt er sich oft nur sicher, wenn er den Auftrag an den Spezialisten gibt. Dieses Alleinstellungsmerkmal ist eine ausgezeichnete Ausgangsposition für einen sehr guten Druckpreis.
  3. Eine sehr gute Gelegenheit besteht dafür einen Sonderaufschlag auf die Vollkostenkalkulation für ein Druckprodukt zu bekommen, wenn der Einkäufer des Kunden nicht fachkundig ist und nicht in der Lage ist technisch einwandfreie Anfragen zu formulieren, wenn es um besondere Druckerzeugnisse geht.
  4. Spezialdruckereien kreieren oft für die Spezialprodukte eigenen Namen und geben manchen Materialien kreative Bezeichnungen. Beide Marketingansätze für Spezialdruckerzeugnisse machen das Druckprodukt weniger vergleichbar und nicht preisanfällig.
  5.  Beim Einsatz von besonderen Bedruckstoffen gibt es vielfach bei der Materialdisposition Mindestmengen oder lange Lieferzeiten, bzw. beide Faktoren greifen ineinander. Wer sich ständig mit Spezialdruckerzeugnissen befasst, hat in der Regel stets eine Lagermenge der besonderen Bedruckstoffe zur Verfügung und kann daher bei kleineren und mittleren Auflagen den Kunden sehr schnell aus dem eigenen Lager bedienen. Wer auf Materiallieferzeiten und Mindestmengen keine Rücksicht nehmen muss, verbessert damit bei kleinen und mittleren Auflagen seine Preisbasis sehr deutlich.
  6. Druckereitechnik hat etwas mit Kreativität zu tun. Die Konfiguration einer neuen Druckmaschine sollte niemals nur von der Technik vorgenommen werden! Es sollte bei einer Neuinvestition nicht nur um Kapazität und Geschwindigkeit gehen, sondern vor allem um technische Besonderheiten, mit denen man Renditen einfahren kann. Schon bei der Konfiguration einer neuen Druckereimaschine entscheidet sich zu einem nicht erheblichen Teil, ob die betreffende Druckerei mit der neuen Maschine Geld verdienen wird – oder nicht. Die Konfiguration von Druckmaschinen sollte daher von kreativen Leuten aus dem Marketing und dem Vertrieb begleitet werden. Ob eine Druckmaschine für 2 oder 3 Millionen Euro schließlich 200.000 oder 300.00 Euro mehr kostet – oder weniger, verändert den Stundensatz der Maschine nur geringfügig. Wenn man aber für 300.000 Euro mehr Investitionssumme ständig Druckprodukte produzieren kann, die zu ausgezeichneten Erträgen führen, dann ist diese Investition in ganz kurzer Zeit verdient.
  7. Beschäftigen Sie Druckereiverkäufer oder Preisabgeber? Wer nur den Kalkulationspreis in der Druckerei an seinen Kunden weiterleitet, ist kein Verkäufer und wer meint, dass man aus jeder Vorkalkulation etwas herausnehmen muss, kann sich nicht mit dem Kunden, dem Wettbewerb und dem Druckprodukt befasst haben. Den Kalkulationspreis bei jeder Anfrage auf einen Mindestpreis zu reduzieren, hat auch nichts mit Verkauf zu tun. Ein guter Druckereiverkäufer schafft eine gute Auslastung der Druckerei zu gewährleisten und dabei gute Renditen einzufahren.

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