Gilt für Druckereien auch das AIDA Prinzip?

Wer AIDA hört, denkt sicher vielfach an das Kreuzfahrtschiff und verbindet das Akronym AIDA mit Urlaub, Sonne und Meer. Es gibt die Oper AIDA von Giuseppe Verdi und es gibt das AIDA Prinzip in der Werbung. Wer einen Text für die Werbung verfasst, etwa einen Akquisitionsbrief, Prospekttexte oder Web-Content, der sollte sich an das AIDA Prinzip erinnern und danach handeln. AIDA wird aber auch im Verkaufsgespräch eingesetzt und allen anderen Aktivitäten in der Werbung. Ein Akronym ist eine Abkürzung, die durch die Anfangsbuchstaben der Wörter gebildet wird, die den Inhalt beschreiben, wie beispielsweise PC für Personal Computer, TÜV für technischer Überwachungsverein oder ADAC für allgemeiner deutscher Automobilclub. AIDA steht ist aus den englischen Wörtern Attention, Interest, Desire und Action gebildet. Attention = Aufmerksamkeit, Interest = Interesse, Desire = Wunsch und Action = Aktion, also Kauf. Zunächst muss die Aufmerksamkeit des Kunden geweckt werden, danach soll der Kunde Interesse an dem betreffenden Produkt oder der Dienstleistung bekommen, dann der Besitzwunsch ausgelöst werden und das Ziel ist, dass der Kunde kauft. Bei Werbung für Druckereien findet man das AIDA Prinzip sehr selten, denn Drucker beschreiben selten Produkte, sondern texten über das Drucken, die Technik und argumentieren viel zu häufig mit dem Preis.

Druckereien mit AIDA Texten denken in Produkte!

Wer seine Kunden auf sich aufmerksam machen will, das Interesse der Kunden wecken möchte, den Kaufwunsch anregen und sie mindestens zu einer Anfrage und möglichst zu einem Auftrag bewegen will, argumentiert nicht in Preiskategorien oder verliert sich in technische Abläufe, sondern denkt und handelt in Produkten. Druckereien, die personalisierte Druckerzeugnisse herstellen, kennen den Begriff AIDA Pushmarketing. Dieser Begriff soll die Aufmerksamkeit beschreiben, die man mit einem Printmedium erreichen kann, welches durch den Namen des Empfängers personalisiert ist. Obwohl diese Druckereien selbst derartige Druckprodukte herstellen, ist ihre eigene Werbung vielfach langweilig und von AIDA ist keine Spur erkennbar. Selbst wenn ein Werbemittel für eine Druckerei personalisiert ist, beschreibt der Inhalt vielfach keine Produkte, mit denen man die Druckereikunden interessieren kann und zum Kauf anregen kann, sondern es werden Druckmaschinen beschrieben und Verfahrensabläufe gezeigt, die fast keinen Einkäufer von Drucksachen interessieren. Die Mehrzahl der Drucksacheneinkäufer und vor allem der Marketingspezialisten interessiert nicht, wie und womit das Produkt hergestellt wurde, sondern möchte die Eigenarten des Druckprodukts wissen, die Besonderheiten im Einsatz und den Vorteil, den dieses Druckerzeugnis für den Anwender hat.

AIDA Anwendungen in der Druckerei!

Nicht nur die Texte für alle Werbemittel in Druckereien müssen nach dem AIDA Prinzip aufgebaut sein, der Internetauftritt und Akquisitionsbriefe, sondern beispielsweise auch eine Präsentation, die der Außendienst auf dem Laptop vorführen kann. Jeder Verkäufer im Außendienst sollte zwei Präsentationen auf dem Laptop haben. Eine Präsentation, die ohne Technik auskommt und konsequent nach dem AIDA Prinzip aufgebaut ist und für interessierte, die danach fragen, eine nüchterne Präsentation der technischen Möglichkeiten. Diese Präsentation mit technischen Möglichkeiten zeigt allerdings nicht nur Maschinen und Abläufe, sondern die Technik sollte in Produkten definiert werden, also Produktbeispiele, die jeweils als Einzelbeispiel für eine besondere technische Leistung erklärt werden. Erfolgreiche Druckereien, die Produktentwicklung betreiben und ihre Kunden regelmäßig mit neuen Produkten in Form von Originalmustern aus einer Produktion für die Eigenwerbung bestücken, machen auf sich aufmerksam, wecken Interesse, können Kunden über den Einsatz und Vorteil informieren und regen damit zum Kauf an. Druckereien, die das AIDA Prinzip durch Produktinnovationen für ihre Kunden umsetzen, haben in der Regel keine Probleme Kundentermine zu bekommen.

 

 

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